documentary

The Power of Nightmares

This film by Adam Curtis explores the origins in the 1940s and 50s of Islamic Fundamentalism in the Middle East, and Neoconservatism in America, parallels between these movements, and their effect on the world today. Out now on DVD but also as download on archive.org. Recommended by dvdbiblog.

Last King of Scotland Dada

Though he wasn’t widely known to most moviegoers until 1990’s Reversal of Fortune, serious film enthusiasts have followed the career of Barbet Schroeder for close to half a century. His work as a producer (of nearly all of Eric Rohmer’s witty comedies), director (of films as diverse as Maitresse, Barfly, and Our Lady of the Assassins) and sometime actor (in everything from Queen Margot to Mars Attacks!) has become further variegated with each passing year. Unique even amidst this wildly eclectic filmography is Schroeder’s 1974 “self-portrait” of now-deposed Ugandan dictator Idi Amin, a tyrant who has been credited with the cold-blooded murder of upwards of 300,000 of his country’s citizens. General Idi Amin Dada is clearly the work of the same man who made a black comedy of manners out of social-climber Claus Von Bulow’s trial for the killing of his wealthy, drug-dependent wife—indeed, there’s a lot of comedy in Idi Amin Dada, as we watch this seemingly amiable, thoroughly pompous despot attempt to transform himself into a figure of heroic proportions. But, knowing that this “silly clown” has the power to kill, the laughter catches in our throats.

The Freakin' Truth

We are very happy to point out that Spike Lee's New Orleans requiem just arrived: »When the Levees broke«. Find below a review by CYNTHIA FUCHS, you could call her a Spike Lee expert, for PopMatters. »›We started listening to the wind,‹ says former New Orleans Police Chief Eddie Compass. ›And that sound, I’ll never forget that sound, the wind hitting the glass, at the Hyatt, and those glasses started breaking. And that’s when you saw the true power of Mother Nature.‹ It’s about 18 minutes into ›When the Levees Broke: A Requiem in Four Acts‹, and Katrina is just appearing in the streets of New Orleans. As interviewees describe their first impressions of the storm, following a sequence focused on how they ›first heard‹ about its approach in the days before it made landfall, the film shows news footage of driving rain and wind, empty streets and dark skies. It’s the start of an ordeal that continues to this day.

Hello Place, Hello Complexity

Als wären wir inmitten einer Geschichte von Hase und Igel gelandet. Während »We Feed the World« in den Kinos von Österreich Zuschauerrekorde brach, war Nikolaus Geyrhalter mit »Unser täglich Brot« noch in der Postproduktion. Und je nachdem wer später welchen Film zuerst gesehen hat, konnte meinen die Bilder flüstern zu hören: „Ich war schon da.“ Und doch waren sie kaum wieder zu erkennen. Aus einiger Distanz betrachtet, gehen die auffallend vielen österreichischen Produktionen und Co-Produktionen der letzten beiden Jahre, die von Arbeit, Nahrungsmittelproduktion, Kapitalismus und Ressourcenverschwendung handeln, ein viel versprechend konkurrierendes Verhältnis miteinander ein.

Schöne Helden sind wir

"Zu sagen, das sind die Ausgebeuteten, schaut, wie furchtbar, das wäre zu einfach, das würde für mich nicht rechtfertigen, einen Film zu machen": Michael Glawogger über die Ausdrucksmittel seines Dokumentarfilms Workingman's Death

Die Zeit der Rakete

PRÜFSTAND 7 ist »eine Charakterstudie der Rakete in 7 Kapiteln. Bianca, der Geist der Rakete, gespielt von Inga Busch, erforscht die Gegenwart des Objekts Rakete. Sie ist dabei auf der Suche nach ihrem Ursprung und findet in einem in der Jetztzeit befindlichen Raketendreieck zwischen Bremen, Peenemünde und Nordhausen Hinweise auf das verborgene geheime Programm der Rakete. Die werden mit einer Verknüpfungslust verbunden, die den Wirkungen technischer Faszination entgegengesetzt wird.« ROBERT BRAMKAMP, der Regissseur, hat uns letzte Woche seinen Film liebenswerterweise gleich persönlich vorbeigebracht und in der new filmkritik für lange texte befindet sich ein so spannendes wie langes Gespräch.

Wir passen Hollywood nicht

»Baadasssss!« ist eine Hommage an »Sweet Sweetback's Baad Asssss Song«, ein Film vom Sohn für den Papa. Ein Interview mit Mario und Melvin van Peebles von Andreas Busche und Harald Fricke.

Mario van Peebles, Sie haben zur Berlinale einen Film über Ihren Vater mitgebracht. Was bewundern Sie an Melvin am meisten?

Mario van Peebles: Seinen Sinn für Humor, mit dem er sich durchs Leben geschlagen hat. Er hat zwar kämpfen müssen, aber er hat sich dabei niemals auf die Seite des Krieges ziehen lassen. So stelle ich ihn auch in meinem Film "Baadasssss!" dar: Er kann die Leute mit seiner Energie für sich gewinnen - nicht nur Schwarze oder Weiße. Das finde ich sehr inspirierend.

Melvin, hat Ihr Sohn Recht?

Melvin van Peebles: Ich bin nicht der Typ, der sich selbst beobachtet. Als ich mein erstes Buch schrieb, haben mich nur zwei Professoren nicht für vollkommen übergeschnappt erklärt. Seither habe ich mir abgewöhnt, andere Leute nach ihrer Meinung zu fragen.

Nazipapa war lieb

2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß

»Du kannst mit deinem Film nichts ändern. Ich sehe ihn so, wie er war«, das sind die allerersten Bilder, die wir sehen, die Worte einer Frau, die den Blickkontakt mit ihrem Gegenüber meidet, in ihren Bewegungen seltsam fahrig wirkt und offensichtlich lieber woanders wäre als gerade jetzt vor der Kamera und gerade zu diesem Thema befragt würde: zu Hanns Elard Ludin, Konspirator für Adolf Hitler schon in der Weimarer Republik, SA-Mann der ersten Stunde, nach 1934 einer ihrer obersten Führer, später Stellvertreter des Führeres in der Slowakei, zuständig für die Interessen des Dritten Reiches und die Deportation der Juden. 1947 an die Tschechoswlowakei ausgeliefert und als Kriegsverbrecher hingerichtet. Der Vater der Frau und der Vater des Filmemachers Malte Ludin. It's a Family Affair.

Dem Bösen über die Schulter geschaut

Zwei Dokumentarfilme beschäftigen sich mit Ästhetik und Propaganda im Dritten Reich: »Ewige Schönheit« und »Das Goebbels-Experiment«.

Einundneunzig Minuten Ausschnitte von der Schokoladenseite des Dritten Reiches: lachende Jungmädels in knappen Röckchen, kernige Frontkämpfer mit Stahlhelmblick, wiegende Kornfelder, glückliche Arbeiterfamilien auf KdF-Urlaub – der Kompilationsfilm "Ewige Schönheit" von Marcel Schwierin, der Bildmaterial aus der Propaganda der NS-Zeit aneinanderreiht, will es mal wieder wissen: Was war das Verführerische am Nationalsozialismus? Wie konnte vom Abgründigen solche Faszination ausgehen?

Eine Frage, die alle paar Jahre wieder Konjunktur erlebt und auch jetzt zu den diversen Jahrestagen und der aktuellen Konjunktur von Nazizeit-Themen auf der Leinwand nicht fehlen durfte. Bei Schwierin lautet am Ende die Antwort: "Nichts hätte auf Dauer verdecken können, dass all diese Ideale keine reale Substanz hatten, sondern Scheinwelten blieben." Tja, so waren sie, die Nazis: großer Popanz, nichts dahinter? Als ob das ihr Problem gewesen wäre. Walter Benjamins bekannte Einsicht, dass der Faschismus wesentlich auf eine Ästhetisierung des Politischen hinausläuft, geht von nichts anderem aus.

Die im Dunkeln sieht man nicht

»Operation Spring« von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber

Drei Arten von Bildern verhandelt Operation Spring: offizielle, inoffizielle und unsichtbare. Offiziell sind solche Bilder, die alle zu sehen bekommen, wie etwa die von der Pressekonferenz am 27.5.1999, auf welcher der damalige Innenminister Karl Schlögl den anwesenden MedienvertreterInnen bekannt gab, in den frühen Morgenstunden sei dank des koordinierten Einsatzes von »850 Beamten der Exekutive in Wien, Niederösterreich, Linz und Graz« eine »international agierende Drogenbande« zerschlagen, sowie »vorerst 80 Personen festgenommen und mehrere Kilo Suchtgift sichergestellt« worden. In den folgenden Tagen steigt die Zahl der Verhaftungen, insgesamt 127 Personen werden in Gewahrsam genommen.